Osterburken. Die höchste Auszeichnung, die man in der Jugendfeuerwehr erreichen kann, haben 7 Mannschaften aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Rhein-Neckar-Kreis, dem Main-Tauber-Kreis und dem Landkreis Sigmaringen am Samstag in Osterburken errungen - die Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr. Unter den Augen des Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr, Wolfgang Eberle und Ralf Tiemann und den Schiedsrichtern galt es die fünf Aufgaben der Jugendleistungsspange zu erfüllen.
Nachdem die Gruppen am Morgen von Kreisjugendfeuerwehrwart Nikolaus Klasan und dem Kommandant der Feuerwehr Osterburken, Peter Schmidt, begrüßt worden waren, ging es an's Eingemachte. Für die je neun Gruppenmitglieder galt es gemeinsam fünf Aufgaben zu erfüllen und dabei auch noch einen guten Eindruck bei den Schiedsrichtern zu hinterlassen.
Unter dichten Regenwolken, gingen die Mädchen und Jungen zwischen 15 und 18 Jahren ans Werk. Nach den anfänglichen Regenschauern legte sich der Regen, dafür kam kalter Wind am höchsten Punkt in Osterburken, den Sportanlagen des GTO, aus. Bei den unterschiedlichen Aufgaben zeigten die Jugendlichen gute Leistungen. Um im Kugelstoßen gemeinsam 55 m zu erreichen mussten sich alle Gruppenmitglieder anstrengen und die 5-kg-Kugel (Jungen) bzw. die 4-kg-Kugel (Mädchen) ohne überzutreten soweit wie möglich in den Kugelstoß-Sektor befördern.
Bei der sicherlich schwierigsten Aufgabe, der Schnelligkeitsübung, geht es darum, zu neunt acht Schläuche von je 15 m Länge in weniger 75 Sekunden ohne Verdrehung der Schlauchleitung zu verlegen. Der zweite sportliche Teil besteht aus einem Staffellauf über 1500 m, bei dem es den Jugendlichen freigestellt ist, wer wie weit läuft. Wichtig ist nur, dass das Staffelholz spätestens nach 4:10 min die Ziellinie erreicht hat.
Rund 15 Minuten fühlte sich jede Gruppe wie in der Schule und musste Fragen zu allerlei verschiedenen Themen, wie zum Beispiel Politik, Feuerwehr, Allgemeinbildung und aktuelle Themen, beantworten. Die Königsdisziplin stellt der Löschangriff nach der aktuellen Feuerwehrdienstvorschrift dar. Möglichst ohne Fehler gilt es dabei eine Wasserversorung aufzubauen und von einem offenen Gewässer Wasser zu entnehmen und dieses mittels Verteiler und Schläuchen von drei Stellen an die angenommene Brandstelle zu bringen.
Der Kreisjugendfeuerwehrwart, Nikolaus Klasan, und der Fachgebietsleiter Wettbewerbe, Jürgen Müller, der Kreisjugendfeuerwehr Neckar-Odenwald-Kreis zeichneten für die Vorbereitung und Organisation verantwortlich. Insgesamt 25 Schiedsrichter aus dem Neckar-Odenwald-Kreis bewerteten die Gruppen und schrieben die Punkte der einzelnen Abnahmen.
Die Bewirtung der Teilnehmer, deren Betreuer, den Helfern und Schiedsrichtern bewältigte die Schul-Mensa des GTO. Am Nachmittag standen schließlich die Ergebnisse fest und alle Teilnehmer durften das begehrte Leistungsabzeichen aus den Händen von MDB Alois Gehrig, Kreisbrandmeister Rainer Dietz und Bürgermeister Jürgen Galm entgegen nehmen. In ihren kurzen Grußworten bedankten sie sich bei den Jugendlichen für ihr Engagement und hofften darauf, dass die Jugendlichen ihren Enthusiasmus und ihre Hilfsbereitschaft in die Einsatzabteilungen ihrer Feuerwehren übernehmen.
Die Spangen entgegen nehmen durften vier Mannschaften aus dem Neckar-Odenwald-Kreis: Mudau I und Mudau II, Osterburken und Walldürn, eine Jugendgruppe aus dem Main-Tauber-Kreis, Bad Mergentheim - Abteilung Markelsheim, die Jugendfeuerwehr Hettingen aus dem Landkreis Sigmaringen und eine Jugendfeuerwehr aus dem Rhein-Neckar-Kreis: Edingen-Neckarhausen.
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